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Liebe Leserin, lieber Leser, chers amis, drodzy Przyjaciele,

Ein Freitag, der 13. - und wir voller Vorfreude?! Natürlich, denn dann fällt der Startschuss für das 7. Weimarer Rendez-vous! Unter dem Motto "Zukunftsvisionen gestern und heute" blicken wir diesmal ausführlich in beide Richtungen - das heißt, auch nach vorne. Während Paris sich noch auf den Klimagipfel im Dezember vorbereitet und François Hollande nach seiner China-Reise ehrgeizige Ziele  kommuniziert, können Sie das Thema "Klima" bei uns bereits historisch fundiert diskutieren (s. Interview unten). Wir freuen uns auf zahlreiche interessante Veranstaltungen und Diskussionen und natürlich das Wiedersehen mit Ihnen. Allen  Besuchern und unseren 51 Referenten aus acht Ländern wünschen wir eine gute Anreise!

Herzlich
Ihre 
Franka Günther



Nachgefragt

Professor Dirk van Laak moderiert das Podium "Welche Zukunft für das Klima? Welches Klima für die Zukunft?" am Sonntag, 13 Uhr in der Eckermann-Buchhandlung. 

Wie passen Klima und Geschichte zusammen?
Viele Historiker beschäftigen sich mit dem Wetter - nehmen Sie zum Beispiel die Varusschlacht 9 n.Chr., wo eine ganze Armee im Morast des Teutoburger Walds stecken blieb. Oder Pompeji, Stalingrad, das Ende der Eiszeit…  Mit den neuen Methoden, vergangene Klimate zu bestimmen (Radiokarbon, Pollen- oder Baumrindenanalyse, Eisbohrkerne) konnten Historiker und Archäologen in den letzten 50 Jahren ganz neue Erkenntnisse gewinnen.

Wenn Sie einen Tipp abgeben könnten, wir unsere Generation in klimatischer Hinsicht in die Geschichtsschreibung eingehen wird, was wäre es?

Man möchte sich wünschen, als eine, die ihr Verhalten angepasst hat, noch bevor sie von den Verhältnissen dazu gezwungen wurde. Aber in Ratschlägen für die Zukunft haben sich Historiker meist nicht bewährt…  

Meinen Sie, der Klimagipfel in Paris wird eine positive Auswirkung haben?

Es gibt dieses 2Grad-Klima-Ziel – eingängig, aber abstrakt. Ich bin skeptisch, um ehrlich zu sein: Nach den Erfahrungen von Kyoto und der aktuell mangelnden Solidarität in anderen Fragen ist die Atmosphäre nicht zu Durchbrüchen angetan.  Aber man sollte die Diplomatie nicht unterschätzen.

Sie sind Opus-magnum-Stipendiat der Volkswagenstiftung – was sagen Sie zu dem Abgas-Skandal?
Ich schreibe mit Hilfe des Stipendiums gerade ein Buch über die Infrastruktur. Meine These: Die ist sehr stark mit der Idee von Fortschritt und Wachstum verknüpft. Der Abgas-Skandal ist für mich ein deutliches Zeichen dafür, dass man es eigentlich besser weiß, aber mit dem konkreten Handeln hinterher hinkt.  

Vielen Dank für das Interview!


Extra: Festivalabschluss im C-Keller

Operation en Vogue: Zwei Tage haben die Workshopteilnehmer - angeleitet vom prominenten Weimarer Mode- und Kostümtheater GNADENLOS schick - designt und genäht, am Sonntagabend um 19 Uhr präsentieren sie ihre Mode-Visionen auf dem Laufsteg des C-Keller. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt - allerdings darf man gespannt sein, denn auch auf dem Teller wird's utopisch.

Alle Veranstaltungen finden Sie auch auf unserer Website...


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Programmtipps  

"Ein Besuch in der Zukunft - Weltausstellungen gestern und heute" 

14. November, 15 Uhr | Stadtmuseum Weimar

Erol Altunay war der Direktor des deutschen Pavillons bei der Expo 2015 in Mailand. Nun, in Weimar, wird er mit zwei Historikern über die Vergangenheit und Zukunft des Ausflugs in die Zukunft sprechen.


"Die Weimarer Klassik - ein utopisches Projekt?"

 
14. November, 16 Uhr | Eckermann Buchhandlung 

Wie viel utopisches Potential steckte eigentlich in der Weimarer Klassik? Hellmut Seeman, Präsident der Klassik Stiftung Weimar, erläutert im Gespräch mit Dr. Frithjof Reinhardt (Bad Berka), wie utopisches Denken in die Klassik geriet...

Mehr Informationen online...  




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