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nach der erfolgreichen Jubiläumsausgabe unseres Festivals im letzten Jahr mit mehr als 1200 Besuchern stecken wir seit Anfang des Jahres schon wieder in den Planungen des Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte 2019. Nach langer thematischer Suche hatte sich der 20köpfige internationale Beirat letztendlich entschieden. Das 11. Weimarer Geschichtsfestival steht diesmal unter dem Motto: Renaissancen. Altes neu erfinden? und findet vom 1. bis 3. November 2019 in Weimar statt.

Momentan arbeiten wir mit Hochdruck an unserem vielschichtigen Programm. Wieder werden an drei Festivaltagen ca. 50 internationale Referenten zusammenkommen. In ca. 20 Veranstaltungen widmen wir uns 2019 den vielfältigen Formen von "Re-naissance" (frz. re-naître, wiedergeboren werden). Im 21. Jahrhundert überholen sich technische Neuerungen im Sekundenbruchteil selbst, wir sind global vernetzt und so informiert wie nie. Dennoch fühlen sich viele kulturell, wirtschaftlich, aber vor allem politisch verunsichert, abgehängt, unverstanden oder gar überfordert. Wird es vielleicht Zeit für eine weitere „Wiedergeburt“, eine „Renaissance“ im Geiste der Rückbesinnung und des Neubeginns? Erste Programmpunkte stehen bereits fest: So werden wir unter anderem nach einer Renaissance in China fragen und freuen uns, dass mit Prof. Thomas Maissen (Paris) und Prof. Barbara Mittler (Heidelberg) zwei ausgewiesene Kenner der Materie nach Weimar kommen werden. Des Weiteren haben Dr. Thomas Ahbe (Leipzig) und Prof. Rainer Gries (Weimar/Wien) ihre Teilnahme für eine Diskussion über die mögliche heutige Anziehungskraft kommunistischer Ideen zugesagt. Wir freuen uns auch auf Prof. Jan Philipp Reemtsma (Hamburg) und Fritz von Klinggräff (Genf), die über Gewalt in der Geschichte der Menschheit reflektieren werden. 

Weitere Informationen zu unserem Programm folgen in den nächsten Wochen auf unserer Webseite!

Vorab aber gibt es eine ganz besondere Veranstaltung: am nächsten Samstag, den 29.06.2019, 18:00 Uhr, in der Notenbank in Weimar! In Forsetzung der kleinen Reihe von Veranstaltungen zum Thema Deportation und Kunst als Überlebenshilfe, die mit Bertrand Herz begann und Stéphane Hessel und Pierre Sudreau zum Inhalt hatte, begrüßen wir nun  Anita Lasker-Wallfisch. 

Das Team des Weimarer Rendez-vous freut sich auf diesen Abend und ein weiteres Jahr Festivalgeschichte! 

Herzlich
Ihre 
Franka Günther


AKTUELL


Anita Lasker-Wallfisch, Foto©Blanka Weber

IHR SOLLT DIE WAHRHEIT ERBEN - Lesung und Musik mit Anita Lasker-Wallfisch


29. JUNI | 18 UHR | NOTENBANK WEIMAR
Eintritt frei

Diese Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Bodo Ramelow

Anita Lasker-Wallfisch, die Cellistin des Mädchenorchesters von Auschwitz-Birkenau, geht im Gespräch mit Volker Ahmels (Rostock) auf ihre Erlebnisse im Konzentrationslager ein. Besonderes Augenmerk der Diskussion liegt dabei auf der Musik und ihre Funktion im KZ Auschwitz-Birkenau. Was für eine Rolle spielte die Musik im Lageralltag? Welche Bedeutung hatte sie für die Häftlinge, welche für die SS-Aufseher? Welche Musik wurde vorwiegend gespielt?

Lasker-Wallfisch geht an diesem Abend insbesondere auf die Bedeutung der Musik als Überlebenshilfe ein, denn für viele Häftlinge galt sie als Hoffnungsträger und Rettungsanker im unmenschlichen Lageralltag. Doch gleichzeitig, so Lasker-Wallfisch, stellte die Musik für viele „in dieser Hölle eine absolute Beleidigung“ dar, denn sie war auch ein bewusst eingesetztes Instrument der für das Leid Verantwortlichen. Gerade diese ambivalente Rolle der Musik werden Lasker-Wallfisch und Ahmels unter Einbeziehung des Publikums an diesem Abend betrachten.

Das Gespräch wird musikalisch gerahmt durch Raphael Wallfisch, dem Sohn von Anita Lasker-Wallfisch am Violoncello, gemeinsam mit Christian Wilm Müller am Klavier und Studierenden der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Ernst Bloch, Max Bruch und Hans Gal. Den musikalischen Höhepunkt des Abends bildet vielleicht die Wiederaufführung einer Bearbeitung von Frédéric Chopins Etüde op.10 Nr. 3 für Orchester und Gesangsstimme von Alma Rosé. Die musikalische Leiterin des Mädchenorchesters verfasste auch den Text „In mir klingt ein Lied“. Sie brachte das Stück in Birkenau in wechselnden Besetzungen zur Aufführung. 

Dies ist eine Veranstaltung des Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte im Rahmen des Weimarer Sommers in Kooperation mit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, dem Erinnerungsort Topf & Söhne Erfurt, der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, dem Zentrum für verfemte Musik und der Hochschule für Musik und Theater Rostock, mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Mittelthüringen, der Weimarer Wohnstätte, dem Freistaat Thüringen, dem Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend, Denk bunt, dem Bundesprogramm "Demokratie leben" und der Heyge-Stiftung.





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